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Jahrbuch 2018

JETZT ERHÄLTLICH: das Jahrbuch 2018 - für Jeden etwas Interessantes dabei!
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Aktuelle Infos

Große Bandbreite des OM im neuen Heimatbund-Jahrbuch: Jahrbuch OM innerlich und äußerlich modernisiert

Stellten das neue Jahrbuch vor dem historischen Heimathaus der Gemeinde Essen vor: Heiner Kreßmann (Bürgermeister Gemeinde Essen), Willi Baumann (Redaktionsbeirat), Lisa Altmann (Gemeinde Essen), Heinrich Siefer (Redaktionsbeirat), Mechthild Ottenjann (Redaktionsbeirat), Matthias Meyer (Gemeinde Essen), Gisela Lünnemann (Geschäftsführung Heimatbund und Redaktionsbeirat), Dirk Vahrmann (Heimat- und Schützenverein Bevern), Irmtraud Rießelmann (Druck), Bernd Westendorf (Heimat- und Schützenverein Bevern), Hans-Georg Knappik (Präsident Heimatbund), Friedel Schnuk (Heimatverein Essen), Karl-Heinz Schnieder (Heimatverein Essen) und Benno Dräger (Redaktionsbeirat) [von links]

Den neuesten Band des Jahrbuches Oldenburger Münsterland stellten kurz vor dem bevorstehenden Münsterlandtag am 04. November in Essen/Oldenburg Heimatbund-Präsident Hans-Georg Knappik und Essens Bürgermeister Heiner Kreßmann vor. Durchgehend 4farbig auf hochwertigem Papier gedruckt umfasst er 420 Seiten und erscheint in einer Auflage von über 4200 Stück zum Verkaufspreis von 12 Euro.


Unter Leitung der Geschäftsführerin Gisela Lünnemann hat der Redaktionsbeirat Willi Baumann, Benno Dräger, Werner Klohn, Mechtild Ottenjann, Holger Schürstedt und Heinrich Siefer eine abwechslungsreiche Fülle von Beiträgen zusammengestellt.


Auf den ersten Blick wichtigste Botschaft ist jedoch die Modernisierung des Jahrbuches, die die erste Überarbeitung seit der letzten Umstellung des Layouts im Jahr 2000 ist. Im Vorgriff auf das große Jubiläum des Heimatbundes im Jahr 2019 ist das Jahrbuch einer kompletten Überarbeitung unterzogen worden. Der Titel des Jahrbuches zeigt nur noch eine Abbildung, die bisherige Rautenleiste auf der linken Seite ist entfallen, die Rückseite des Jahrbuches einfarbig schlicht ohne eine Abbildung gehalten. Auch das neue Logo des Oldenburger Münsterlandes hat Eingang in die Gestaltung des Umschlags gefunden. Im Inneren sind auch die Kapiteldeckblätter einfarbig gestaltet, die seit dem ersten Jahrgang des Jahrbuches durchgehend verwendete Schrifttype Times New Roman durch eine serifenlose, klarere Schriftart ersetzt. Die Kapitel sind beibehalten worden, haben aber neue Überschriften erhalten und auch die Abfolge wurde geändert, d.h. das umfangreichste Kapitel Kulturgeschichte steht nun unter dem Namen „Geschichte und Erinnerung“ nicht mehr am Anfang sondern an vierter Stelle. Die neue Abfolge ist die folgende:



  • Münsterlandtag in …

  • Aktuelles & Wirtschaft

  • Kunst & Kultur

  • Natur & Umwelt

  • Geschichte & Erinnerung


[Gleich geblieben sind die folgenden]



  • Plattdeutsch & Saterfriesisch

  • Nachrufe

  • Berichte aus dem Oldenburger Münsterland

  • Städte und Gemeinden aus dem Oldenburger Münsterland

  • Literatur


Unter den vielen interessanten Beiträgen stehen unter anderem die folgenden:



  • Im Auftrag der gastgebenden Gemeinde des Münsterlandtages, Essen, hat Dr. Dirk Beyer einen Artikel über den Ort verfasst, der chronologisch die Entwicklung darstellt. Ein weiterer Beitrag über Essen findet sich im Kapitel Natur & Umwelt: Manfred Kramer stellt die ökologische Auenentwicklung im Bereich des Essener Kanals und der Lager Hase als Ausgleichsfläche für ein neues Baugebiet vor.

  • Das Kapitel Aktuelles & Wirtschaft steht neu am Anfang des Jahrbuches und enthält vier Beiträge zu aktuellen Themen: Der ehemalige niedersächsische Landwirtschaftsminister und Bürgermeister von Vechta, Uwe Bartels, steuerte als Vorsitzender des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland (aef) unter dem Titel „Nachhaltigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Akzeptanz – Zukunftsstrategien für das Oldenburger Münsterland“ einen Beitrag bei über die Arbeit des aef für die Vereinbarkeit von ertragreicher Tierhaltung und Tierwohl sowie die Problematik des Nährstoffübermengen (Gülle, Geflügelkot, Beeinträchtigung des Grundwassers mit Nitrat etc.) durch die Intensivtierhaltung und die Biogasanlagen. Die sehr interessante stadtgeografische Entwicklung der Stadt Vechta durch starke dynamische Veränderungen seit 1980 hat Prof. Dr. Werner Klohn untersucht und mittels Kartenmaterial sowie Fotografien von Neubauten visualisiert. Ein Highlight des diesjährigen Jahrbuches hat der Redaktionsleiter der Oldenburgischen Volkszeitung, Ulriche Suffner, geliefert: ein Interview mit den beiden geistlichen „Führungskräften“ der Region, dem Oberhaupt der Evangelischen Landeskirche Bischof Jan Janssen und dem Offizial Weihbischof Wilfried Theising – Thema und „Aufhänger“ ist natürlich das Jubiläumsjahr „500 Jahre Reformation“, das auch das Vormittagsprogramm des Münsterlandtages in Essen bestimmen wird. Den Abschluss dieses Kapitels bildet eine kleine Unternehmensgeschichte: „150 Jahre Bautradition einer Familie im Oldenburger Münsterland“ von Ludwig Middendorf über die Bau-Firma seiner Familie.

  • Im Kapitel Kunst & Kultur finden sich in diesem Jahr zwei Beträge von Martin Feltes: Der erste Artikel handelt von dem sehr interessanten und kreativen Künstlerehepaar Ulrike und Wolfgang Jünemann aus Cloppenburg, sie Goldschmiedin und Skulpteurin, er begnadeter Fotograf mit dem Blick für das Besondere. Im zweiten Beitrag stellt Feltes als Kunstexperte der Region den neu als Ausstellungsort für moderne Kunst entstandenen Schlachthof in Friesoythe, der vom Kunstkreis Friesoythe belebt wird.

  • Flora und Fauna der Region machen nach wie vor das Kapitel Natur und Umwelt lesenswert. Einem reich bebilderten Bericht von Frank Körner und Ulrike Marxmeier über die Wiederansiedlung der Libellenart „Grüne Mosaikjungfer“ im Dümmergebiet folgt ein äußerste interessanter Beitrag über das seit 25 Jahren bestehende Umweltzentrum Oldenburger Münsterland bei der Katholischen Akademie in Stapelfeld, den der Leiter des Umweltzentrums Bernd Kleyboldt verfasst hat. Das Umweltzentrum hat die entscheidenden Entwicklungen und die Entstehung eines Umweltbewusstseins von Beginn an mit begleitet und ist einer der gefragtesten außerschulischen Bildungsorte in unserer Region. Dies wird sicherlich verstärkt durch den neu geschaffenen und im September eingeweihten Sukzessionsgarten, der die geologische Entwicklung der Region auf kleinstem Raum darstellt. Dem folgt der bereits erwähnte Beitrag von Manfred Kramer über die Auenentwicklung im Gemeindegebiet Essens sowie ein Artikel von Franz Hericks über die Situation des Hamer Baggersees, der in den 1960er Jahren als Sandentnahmestelle für den Autobahnbau entstand und mittlerweile ein wichtiges und schützenswertes Biotop, da nährstoffarmes Gewässer, mit einer Fülle seltener Pflanzen und Tiere darstellt. Dies belegt Hericks durch Pflanzenlisten und fotografische Belege. Denn durch die Düngerabgabe der intensiven Landwirtschaft sind diese Gewässer gefährdet und bedürfen besonderen Schutzes.

  • Das traditionell umfangreichste Kapitel Kulturgeschichte folgt unter der neuen Überschrift Geschichte & Erinnerungen im Fokus: Das Thema „500 Jahre Reformation“ wird durch zwei äußerst lesenswerte Texte am Beginn aufgegriffen. Andreas Kathe schreibt unter dem Titel „Bis Kirche und Staat Gehorsam verlangten“ über die Verhältnisse in den Ortschaften der Region, die Struktur der Kirchengemeinden und die Situation der Geistlichen vor Ort vor der katholischen Reform bis ins 17. Jahrhundert, Dr. Tim Unger untersuchte die Reformation und Gegenreformation in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta im Hinblick auf die Maßnahmen und wichtige Persönlichkeiten, die diese Maßnahmen steuerten bzw. durchsetzten. Mit einer im weitesten Sinne „Folge-Erscheinung“ der Reformation, dem Dreißigjährigen Krieg und seinen Auswirkungen auf das Oldenburger Münsterland hat sich William Onken in seiner an der Universität Vechta eingereichten Bachelorarbeit beschäftigt – und ein Exzerpt dieser Arbeit für den Abdruck im Jahrbuch zur Verfügung gestellt: „Vergangenheit und Gegenwart der Zitadelle Vechta“. Erbaut im Jahr 1667 und geschleift zwischen 1768 und den 1770er Jahren war das Bollwerk ein wichtiger Bestandteil der Vechtaer Stadtgeschichte, von den militärpolitischen Anfängen bis hin zur zivilen Umnutzung bis heute. Vervollständigt wird das Kapitel durch einen Artikel von Claus Lanfermann, der die Frage „Warum es im Gogericht Lastrup keine anerkannten Adelshäuser gegeben hat“ beantwortet; einen Überblick von Albrecht Eckhardt über die „Wahlkreise und Abgeordneten aus dem Oldenburger Münsterland im Oldenburgischen Landtag zwischen 1848 und 1933“ inklusive einer Zusammenstellung von Portraitaufnahmen und einigen detaillierter ausgeführten Beispielen; einer Schilderung des finalen Bombenangriffs der Alliierten am Ende des Zweiten Weltkriegs, am 10. April 1945, auf Cloppenburg von Heinrich Havermann inklusive persönlicher Augenzeugenberichte und noch nie veröffentlichter Luftaufnahmen aus britischen Militärarchiven; einer Untersuchung der „dunklen Seite“ (Selbstjustiz) des Kriegsendes 1945 im Oldenburger Münsterland von Dr. Michael Hirschfeld sowie einer kurzen Charakterstudie eines Südoldenburger Originals „Holtvoigt’s Franz“ von Carola Thole.

  • Das unter der Ägide von Heinrich Siefer zusammengestellte Kapitel Plattdeutsch und Saterfriesisch bietet auch in diesem Jahr ein große Bandbreite: Neben 12 plattdeutschen Geschichten und Gedichten (von denen zwei unter der Überschrift „Plattdeutsche Texte zu Weihnachten“ zusammengefasst sind), einem Text aus dem Nordkreis Cloppenburg sowie den vier saterfriesischen Beiträgen steht wieder ein Abschnitt mit acht religiösen Texten und Predigten.

  • Das Kapitel Nachrufe enthält zwei Texte: einen über den Naturfreund, Heimatforscher und Fotograf Josef Johanning von Josef Taphorn sowie über den im Bakumer Heimatverein und für das Volksfest und den Stoppelmarkt sehr engagierten Peter Linnemann von Franz-Josef Göttke.

  • In bewährter Weise sind im Abschnitt Berichte aus dem Oldenburger Münsterland sind die folgenden Beiträge zu finden: der Jahresbericht des Heimatbundes sowie der Heimatbibliothek, des Offizialatsarchivs, des Museumsdorfes und des Niedersächsischen Landesarchivs – Standort Oldenburg.

  • Das letzte Kapitel bilden wieder die Chroniken der Städte und Gemeinden des Oldenburger Münsterlandes, jeweils vorgestellt auf zwei ganzen Seiten mit Fotos und vollfarbigem Wappen. Aufgezählt werden die Ereignisse vom 01.07.2016 bis zum 30.06.2017 sowie die Entwicklung der Einwohnerzahlen, fußend auf den Statistiken des Landesamtes für Statistik Niedersachsen.

  • Wie immer schließt das Jahrbuch mit dem Abschnitt Literatur über das OM, in dem 41 Neuerscheinungen vorgestellt werden und 12 Buchbesprechungen mit einer Abbildung des Buchtitels abgedruckt sind.


Jahrbuch für das Oldenburger Münsterland 2018


67. Jahrgang. Herausgegeben vom Heimatbund für das Oldenburger Münsterland. Lohne: Druckerei Rießelmann, 2017. 420 Seiten, 4farbig.


Preis: 12 Euro


ISBN 978-3-941073-22-7