Landkreis Cloppenburg Landkreis Vechta

Dokumentensuche

Kommentar

Bitte tragen Sie hier Ihren Kommentar zum Schulportal-OM ein.
Herzlichen Dank!

Vielen Dank für Ihre Nachricht!

Das Formular wurde an uns weitergeleitet!
Wir werden Ihre Nachricht in Kürze erhalten und umgehend bearbeiten.

Aktuelles

Zuletzt eingestellte Dokumente:
12. Juli 2017
Plattdeutsch für Hochdeutsche - Einführung
Kategorie:
Plattdütsch in sess Wäken
12. Juli 2017
Lektion 6
Kategorie:
Plattdütsch in sess Wäken
12. Juli 2017
Lektion 5
Kategorie:
Plattdütsch in sess Wäken
12. Juli 2017
Lektion 4
Kategorie:
Plattdütsch in sess Wäken
12. Juli 2017
Lektion 3
Kategorie:
Plattdütsch in sess Wäken
Zuletzt bearbeitete Dokumente:
02. November 2017
Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt OM
Kategorie:
Der Arbeitsmarkt im OM
12. Juli 2017
Plattdeutsch für Hochdeutsche - Einführung
Kategorie:
Plattdütsch in sess Wäken
12. Juli 2017
Lektion 4
Kategorie:
Plattdütsch in sess Wäken
27. April 2017
Moor- und Fehnmuseum: Programm für Schulen - Infos und Preise
Kategorie:
Außerschulische Anbieter
16. Februar 2017
Angebote der Thülsfelder Talsperre
Kategorie:
Außerschulische Anbieter

Jahrbuch 2018

JETZT ERHÄLTLICH: das Jahrbuch 2018 - für Jeden etwas Interessantes dabei!
Seite aufrufen

Aktuelle Infos

Südoldenburg frühe Hochburg der Mädchenbildung: Bericht vom Hist. Nachmittag

Dr. Maria Anna Zumholz fand faszinierte Zuhörer im Klostercafé bei der Burg Dinklage. Foto: G. Henneberg

Wer das vielfach beschworene Bild vom ungebildeten katholischen Mädchen vom Lande im Hinterkopf hatte, der wurde beim 312. Historischen Nachmittag des Heimatbund-Geschichtsausschusses eines Besseren belehrt. Dr. Maria Anna Zumholz, stellvertretende Leiterin der Arbeitsstelle für Katholizismus- und Widerstandsforschung der Universität Vechta, rückte dort mit ihren Forschungsergebnissen vor mehr als 50 interessierten Zuhörern gängige Klischees zurecht. Gerade das katholische Südoldenburg habe sich im 19. Jahrhundert zu einer Hochburg der Mädchenbildung entwickelt, so die These der Historikerin, die sie unter Verweis auf das vielfältige Engagement der Schwestern Unserer Lieben Frau belegte. So hätten die Angehörigen dieser auf französische Einflüsse zurückgehenden Ordensgemeinschaft nicht nur die höhere Bildung auf Lyzeen im Sinn gehabt und in Vechta ab 1929 Mädchen das Abitur ermöglicht.


Auch bei der Professionalisierung der Kenntnisse von jungen Mädchen in den Bereichen Hauswirtschaft und Kinderpflege hätten sich die Ordensfrauen als Pionierinnen erwiesen. Exemplarisch wies die Referentin auf die Gründung von Wanderhaushaltungsschulen in vielen Dörfern Südoldenburgs zu Beginn des 20. Jahrhunderts hin. Als Vorläufer dieser weitumspannenden Tätigkeiten der Ordensfrauen würdigte Zumholz die Bildungsreformen des Münsteraner Fürstbischofs Christoph Bernhard von Galen um 1650. Bei der Aufhebung des Fürstbistums Münster 1803 zählte Zumholz allein im heutigen Oldenburger Münsterland sieben Mädchenschulen, die sich im Bereich der Elementarbildung einer besonderen Bildungsfähigkeit von Mädchen widmeten. Die Volksschullehrerinnen waren zu diesem Zeitpunkt ihren männlichen Kollegen weitestgehend gleichgestellt. 


Insgesamt konstatierte die Referentin für das heutige Südoldenburg eine seit dem 17. Jahrhundert andauernde kontinuierliche und erfolgreiche Bildungsarbeit, während in der alten Grafschaft Oldenburg die lutherischen Herrscher keinen Wert auf die weibliche Bildung legten und das von Martin Luther propagierte konservative Frauenbild verfestigten. Vor diesem Hintergrund wertete die Vechtaer Historikerin die Reformation hinsichtlich der Frauenbildung als "Verlustgeschichte", während das von den Protestanten unterdrückte Klosterleben Frauen nicht nur Autonomie ermöglichte, wenn sie dort eintraten, sondern ihnen gerade als Schülerinnen eine Vielzahl an Bildungs- bzw. Weiterbildungschancen in einer ländlich katholischen Gesellschaft bot.