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Jahrbuch 2018

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Aktuelle Infos

Vorstellung des neuen Jahrbuches OM 2016

Den neuesten Band des Jahrbuches Oldenburger Münsterland stellten kurz vor dem bevorstehenden Münsterlandtag am 07. November in Löningen Heimatbund-Präsident Hans-Georg Knappik und Löningens Bürgermeister Marcus Willen vor. Durchgehend 4farbig auf hochwertigem Papier gedruckt umfasst es 488 Seiten und erscheint in einer Auflage von 4500 Stück zum Verkaufspreis von 12 Euro.


In Zusammenarbeit mit der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Gabriele Henneberg hat das Jahrbuch zum letzten Mal redaktionell betreut der im März 2015 ausgeschiedene Geschäftsführer Engelbert Beckermann, ab dem nächsten Jahr wird dies die neue Geschäftsführerin Gisela Lünnemann übernehmen. Wertvolle Mitarbeit leisten nach wie vor die Mitglieder des Redaktionsbeirats Willi Baumann, Benno Dräger, Werner Klohn, Mechtild Ottenjann, Holger Schürstedt und Heinrich Siefer. Das neue Jahrbuch beinhaltet die folgenden informativen und unterhaltsamen Beiträge:



  • Die gastgebende Gemeinde des Münsterlandtages, die Stadt Löningen, wird am Beginn des Jahrbuches Text vorgestellt. Ein weiterer Beitrag über Löningen findet sich im Kapitel Kulturgeschichte, in dem Bernhard Stegemann unter dem Titel „Sechs Frauen und ein König“ über einen Filmskandal im Jahr 1934 in Löningen berichtet – eine Auseinandersetzung zwischen der katholischen Kirche im Oldenburger Münsterland in Gestalt des Löninger Pfarrers Anton Zumbrägel, der gegen den Film über Heinrich VIII., dessen „Liederlichkeit“ und dessen Behandlung von Frauen predigte, und den zuständigen NS-Institutionen, genauer gesagt dem Reichsverband Deutscher Filmtheater.



  • Das Kapitel Kulturgeschichte Oldenburger Münsterland bietet 7 sehr abwechslungsreiche und interessante Texte zur Geschichte unserer Heimat: Die Abfolge eröffnet ein Beitrag von Theo Kölzer über die Frage der Echtheit der Urkunde Ludwigs des Frommen für Visbek und die Etablierung kirchlicher Strukturen im Sächsischen. Entstanden ist dieser Beitrag aus einem Vortrag im Rahmen des Studientags 2014 ebenso wie der nachfolgende Text von Hedwig Röckelein über „Heilige als Medien der Christianisierung“.





  • Der versierte Kenner der Lastruper Geschichte Claus Lanfermann hat einen Artikel beigesteuert über „über ein Personenschatzungsregister des Kirchspiels Lastrup aus dem Jahre 1672“, das ein wertvolles Dokument für die Familienforschung darstellt. Alwin Hanschmidt berichtet in „Fünf Jahre aus dem kurzen Menschenleben als Null wegstreichen“ über das Gymnasium Antopnianum Vechta um 1800, Peter Sieve stellt das Schicksal katholischer Frauen in der NS-Zeit im Spiegel der Chronik des Paramentenvereins aus Cloppenburg vor und nach dem bereits erwähnten Beitrag von Bernhard Stegemann schließt das Kapitel ab mit einem im Rahmen des Schülerpreises Oldenburger Münsterland 2014 ausgezeichneten Wettbewerbsbeitrag von Tina Osterkamp über „Die Zerstörung Friesoythes im April 1945“, in dem sie kanadische Berichte mit Friesoyther Zeugenschilderungen vergleicht. Einen weiteren Preisträger des Schülerpreises haben wir im Kapitel Landschaftspflege aufgenommen.



  • Wirtschaftliche Entwicklung steht im Kapitel Das Oldenburger Münsterland im Wandel im Fokus: Einen äußerst aufschlussreichen Beitrag hat Werner Klohn von der Universität Vechta beigetragen über den „Wandel der landwirtschaftlichen Bodennutzung in den Gemeinden des Landkreises Vechta“. Hinzu kommt aus aktuellem Anlass eine vom Geschäftsführer des Verbunds Oldenburger Münsterland verfasste Zusammenfassung der im Januar 2015 veröffentlichten Imagestudie Oldenburger Münsterland.



  • Im Kapitel Kunst im Oldenburger Münsterland findet sich in diesem Jahr ein Portrait des Vechtaer Musikpädagogen Felix Oberborbeck, verfasst von Klaus G. Werner, sowie der von Martin Feltes geschriebene Artikel „Durchkreuztes Leben“ über ein Kunstprojekt zur Fastenzeit 2015 in der Langfördener St. Laurentius Kirche von Manfred Hartmann.



  • Flora und Fauna der Region machen wie gewohnt das Kapitel Umweltschutz, Naturkunde und Landschaftspflege lesenswert. Franz Hericks berichtet unter dem Titel „Neophyten im Oldenburger Münsterland“ über neu in die Region eingewanderte Pflanzenarten, Björn Staggenborg hat einen sehr interessant zu lesenden Beitrag geliefert über das „Herrenholz“ in Goldenstedt als Kompensationsflächenpool der Niedersächsischen Landesforsten, und Gerhard Weyrauch begeistert einmal mehr mit einem sehr schön und reichhaltig bebilderten Beitrag über „Tiere in einem naturnahen Garten in Cloppenburg“ verfasst. Zuvor jedoch haben wir den bereits erwähnten Wettbewerbsbeitrag von Henrik Bohlke, der im Jahre 2014 beim Schülerpreis Oldenburger Münsterland den ersten Platz erreicht hat, aufgenommen. In seiner Arbeit bestimmt er den Saprobienindex am Moorbach in Vechta bestimmt und analysiert so die Verschmutzung bzw. Sauberkeit des Baches.



  • Das im letzten Jahr vorgenommene Neuerung im Kapitels Plattdeutsch und Saterfriesisch haben wir in diesem Jahr fortgesetzt: Neben den 16 plattdeutschen Geschichten und Gedichten sowie den drei saterfriesischen Beiträgen steht wieder der Abschnitt mit plattdeutschen Predigten, die von Weihbischof Heinrich Timmerevers, Hubert Looschen und Prälat Peter Kossen zur Verfügung gestellt wurden. Den Anfang des Kapitels bilden jedoch zwei Texte, die nicht zur Rubrik „Dichtung“ zählen: ein kurzer Bericht von Stefan Meyer über die Auszeichnung „Holten Hinnerk“ für Heinrich Siefer sowie eine von Wilfried Kürschner verfasste Würdigung von Marron C. Fort, der sich sehr um das Saterfriesische verdient gemacht und in 2014 das Saterfriesische Wörterbuch veröffentlicht hat.



  • Drei Nachrufe stehen im Kapitel Personalia: von Willi Baumann ein „Rückblick auf das Leben und Wirken von Offizial und Weihbischof Dr. Max Georg Freiherr von Twickel, von Heinrich Siefer auf den verstorbenen Franz Schwalm und Hubert Looschen hat einen Nachruf beigetragen auf Franz Wiese.



  • Im Kapitel Berichte aus dem Oldenburger Münsterland sind die folgenden Berichte zu finden: der Jahresbericht des Heimatbundes sowie der Heimatbibliothek, des Offizialatsarchivs, des Museumsdorfes und des Staatsarchivs Oldenburg.



  • Ein eigenes Kapitel bildet ab sofort die Chronik der Städte und Gemeinden des Oldenburger Münsterlandes, jeweils vorgestellt auf zwei ganzen Seiten mit Fotos und vollfarbigem Wappen. Aufgezählt werden die Ereignisse vom 01.07.2014 bis zum 30.06.2015 sowie die Entwicklung der Einwohnerzahlen, fußend auf den Statistiken des Landesamtes für Statistik Niedersachsen.



  • Wie immer schließt das Jahrbuch mit dem Abschnitt Literatur über das OM, in dem 40 Neuerscheinungen vorgestellt werden und 14 Buchbesprechungen abgedruckt sind – letztere als Novum mit einer Abbildung des jeweiligen Buchtitels.


Jahrbuch für das Oldenburger Münsterland 2016


65. Jahrgang. Herausgegeben vom Heimatbund für das Oldenburger Münsterland. Lohne: Druckerei Rießelmann, 2015. 488 Seiten, 4farbig. Preis: 12 Euro. ISBN 978-3-941073-19-7


Erhältlich ist das Jahrbuch in allen Buchhandlungen sowie auf dieser Internetseite im Bereich "Veröffentlichungen" unter "Jahrbuch".