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Bamberg, Burgen und Bier - Bericht aus Oberfranken

Das "Alte Rathaus" in Bamberg steht stellvertretend für die wunderschöne Altstadt, die nicht von ungefähr in der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht. Foto: Henneberg
Die Teilnehmer der Studienfahrt 2015 auf der Mainterrasse des Klosters Banz bei Bad Staffelstein, Foto: Henneberg
Der Aufstieg zur Veste Coburg, Wahrzeichen der Stadt Coburg und einer großen Versicherungsgesellschaft, Foto: Henneberg
Im Bierland Oberfranken unumgänglich: der Besuch einer Brauerei, hier der Kulmbacher Brauerei und des dazugehörigen Biermuseums, Foto: Henneberg
Einer Filmkulisse gleicht das wunderschöne Städtchen Seßlach, das auch vielfach als solche genutzt wurde. Foto: Henneberg
Vor dem Rathaus in Seßlach versammelten sich die Mitreisenden zum Abschluss der Studienfahrt für ein Gruppenfoto. Foto: Henneberg

Bei allerschönstem Frühlingswetter und bester Stimmung führte die diesjährige Studienfahrt des Heimatbundes für das Oldenburger Münsterland 92 Heimatfreunde aus den Kreisen Vechta und Cloppenburg am Himmelfahrtwochenende ins schöne Oberfranken – und um das Resumée der Teilnehmer vorweg zu nehmen: „Wir kommen wieder!“


Auf der Hinfahrt wurde das eindrucksvolle Herkulesdenkmal im Bergpark Wilhelmshöhe bei Kassel, das als Paradebeispiel für die Selbstdarstellung absolutistischer Herrscher im 18. Jahrhundert in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde, für eine Besichtigung genutzt. Noch am noch am Anreisetag erhielten die Fahrtteilnehmer einen bleibenden Eindruck von der wunderschönen Landschaft des „Gottesgartens“, wie die Region rund um Bad Staffelstein mit dem Hotel als „Basislager“ aufgrund der landschaftlichen Schönheit und vieler Sehenswürdigkeiten genannt wird.


Zwei eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten, hoch oben auf den nahen Bergrücken des Gottesgarten gelegen, standen dann auf dem Programm: die großzügige barocke Anlage Kloster Banz, die vom heutigen Besitzer, der Hanns-Seidel-Stiftung, als Bildungszentrum betrieben wird, und der Wallfahrtsort „Vierzehnheiligen“, eine vom namhaften Architekten Balthasar Neumann gestaltete Rokoko-Kirche, die eine halbe Millionen Besucher im Jahr empfängt. So konnten die Mitreisenden einen anschaulichen Eindruck von der praktizierten Volksfrömmigkeit gewinnen, als eine über Nacht her gewanderte Wallfahrer-Gruppe von 500 Personen mit tönender Blasmusik zum Gottesdienst in die Kirche einzog.


Zentrale Besuchspunkte waren die beiden Städte Bamberg und Coburg, die jeweils einen ganzen Tag ausfüllten. Bamberg, das „Fränkische Rom“ beeindruckte mit seiner unglaublich gut erhaltenen, mittelalterlichen Innenstadt und dem romanisch-gotischen Dom, in dem sich neben dem berühmte „Bamberger Reiter“ das einzige Papstgrabmal nördlich der Alpen befindet. In der weltberühmten Gastwortschaft Schlenkerla wurde eine besondere regionale Spezialität, das Rauchbier, genossen, an dessen Geschmack sich jedoch die Geister schieden.


Die ehemalige Residenz des Hauses Coburg-Gotha, das seit dem 19. Jahrhundert viele europäische Königshäuser mit Heiratskandidaten versorgt hat, glänzte mit dem architektonisch sehr sehenswerten Stadtkern und vor allem der Veste Coburg – eine der größten Burganlagen Deutschlands, die in ihrer Geschichte militärisch nie eingenommen wurde und vielen auch als Wahrzeichen einer großen Versicherungsgesellschaft bekannt ist.


Abgerundet wurde das Programm durch den im Bierland Oberfranken unumgänglichen Besuch einer Brauerei – aber nicht irgendeiner sondern der Kulmbacher Brauerei in Kulmbach, die ein sehr interessantes Museum zur Kunst des Bierbrauens vorweisen kann – sowie die Besichtigung des malerischen Ortes Seßlach, der aufgrund seines einzigartigen Erhaltungszustands mittelalterlicher Bausubstanz schon vielfach als Filmkulisse, u.a. für den „Räuber Hotzenplotz“ mit Armin Rohde, gedient hat.