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Voll besetztes Haus: Eröffnung des Plattdeutschen Jahres in Lohne

Das Logo des Plattdeutsches Jahres Lohne.
Hatten vor 10 Jahren das Plattdeutsche Jahr ins Leben gerufen: Peter Möllmann (links) und Bernd Stolle (rechts). Die beiden wurden gemeinsam mit dem leider verhinderten Rudi Timphus von Heimatbund-Präsident Hans-Georg Knappik geehrt (mitte). Foto: Gabriele Henneberg

Die Eröffnung des Plattdeutschen Jahres in Lohne am 21.02.2015 war ein grandioser Auftakt und macht neugierig auf mehr! Die zahlreichen Besucher im voll besetzten Saal Römann in Lohne erhielten durch das sehr abwechslunsgreiche Programm einen guten Eindruck von der enormen Viefalt der "Plattdeutsche Szene" in Lohne: vom Männergesangsverein Concordia Lohne über die Band "Andoste" mit Songs u.a von Abba und Smokie auf platt, den "Fünfer-Chor" des Gymnasiums Lohne sowie eine plattdeutsche Lesung von Tim Kreinest und eine Szene aus "Aalns for dei Katt" der Theatergruppe Boker-Märschendorf.


Charmant (und natürlich plattdeutsch!) moderiert von Hubert Hesselfeld, bot das Programm nach den Grußworten des Lohner Bürgermeisters Tobias Gerdesmeyer und des Plattdeutsch-Beauftragten der Stadt Lohne Martin Hölscher sowie der Übergabe der Wander-Tafel zum Plattdeutschen Jahr von der Gemeinde Holdorf an Lohne einen besonderen Punkt: die Ehrung der drei "Erfinder" des Plattdeutschen Jahres Peter Möllmann, Bernd Stolle und Rudi Timphus. Letzterer war leider durch Krankheit verhindert, wie Heimatbund-Präsident Hans-Georg Knappik in seiner plattdeutschen Ansprache feststellen musste. Aber gedanklich erhielt natürlich auch er wie Möllmann und Stolle die Auszeichnung für sein außerordentliches ehrenamtliches Engagement für die plattdeutsche Sprache.


Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die sehr interessante und unterhaltsame Festrede von Dr. Reinhard Goltz, der als Geschäftsführer des Instituts für niederdeutsche Sprache (Bremen) unter der Überschrift "Woso wi ok övermorgen noch Plattdüütsch bruukt" eine eindeutig Beweisführung vortrug, und er appellierte an die Toleranz gegenüber und die Unterstützung von Interessierten, die nicht "native speaker" seien sondern Plattdeutsch neu lernen möchten.


Diesen Grundsatz, das Plattdeutsche Jahr auch ausdrücklich für "Nicht-Plattdeutsche" zu veranstalten, hat die Stadt Lohne auch im Programmheft des Plattdeutschen Jahres 2015 festgehalten, das eine beeindruckende Anzahl an Veranstaltungen enthält und Lust auf mehr macht! Denn: "Spraoke is Heimat!"


Das gesamte Programm der Stadt Lohne zum Plattdeutschen Jahr kann auf der Internetseite der Stadt eingesehen werden: www.lohne.de