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Jahrbuch 2018

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Aktuelle Infos

NEU: Jahrbuch Oldenburger Münsterland 2013

Den Spagat zwischen aktuellen Themen, Historie, Naturschutz und Plattdeutsch vollführt das Jahrbuch für das Oldenburger Münsterland auch in diesem Jahr mit Bravour. Das vermittelt schon das Titelbild dieses 62. Jahrgangs: In den Rauten der linken Farbleiste sind (von oben nach unten) zu sehen eine Darstellung der Burg Vechta aus dem Jahre 1689, Archivalien aus dem Staatsarchiv Oldenburg und eine Fotomontage einer Silphie, die als wichtiger Lieferant erneuerbarer Energien gehandelt wird.


Foto: Andreas Kathe, OV


Wie immer rechtzeitig zum bevorstehenden Münsterlandtag am 10.11.2012 in Bakum stellt Heimatbund-Präsident Hans-Georg Knappik das renommierte Periodikum der Öffentlichkeit vor. Auch in diesem Jahr ist es wieder über 450 Seiten stark und nahezu durchgehend 4farbig auf hochwertigem Papier gedruckt. Die Auflage liegt unverändert bei 5000 Stück und der Preis von nur 10 EUR für das überregional als wissenschaftliche Veröffentlichung anerkannte Jahrbuch kann nur gehalten werden, da immer wieder Sponsoren gefunden werden können.


Eine spannende, informative und unterhaltsame Mischung von Artikeln konnte die Jahrbuch-Redaktion in diesem Jahr zusammenstellen, wobei wieder einige Neuerungen zu verzeichnen sind:



  • Die gastgebende Gemeinde des Münsterlandtages wird zukünftig am Beginn des Jahrbuches unter der Überschrift „Münsterlandtag in …“ vorgestellt werden – und in diesem Jahr Bakum. Für die Abfassung dieses Artikels mit dem Titel „Nachhaltigkeit ist ein Kind vom Dorf“ konnte der Journalist Peter Beutgen gewonnen werden, der folglich einen merklich journalistischeren Schreibstil verwendet hat. Da die gastgebende Gemeinde des Münsterlandtages von jeher zwei Artikel zum Jahrbuch beigetragen hat, findet sich ein weiterer Text von Herrn Beutgen im Kapitel „Das OIdenburger Münsterland im Wandel“.



  • Anschließend an diesen ersten Text folgt das Kapitel Kulturgeschichte Oldenburger Münsterland mit 8 sehr abwechslungsreichen und interessanten Texten zur Geschichte unserer Heimat auf: u.a. hat sich Claus Lanfermann mit dem Leben des Dorfschullehrers Engelbert Brunkhorst in Lastrup zur Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt und präsentiert aufschlussreiche Erkenntnisse über den Zwiespalt bzw. die Parteinahme eines Religionslehrers in diesen Zeiten. Albrecht Eckhardt zeichnet in seinem Beitrag, den er seinerzeit auch als Festvortrag beim Jubiläum der Stadt Cloppenburg 2010 hielt, die Entstehung der Stadt Cloppenburg nach. Michael Hirschfeld berichtet über die Ausbildung oldenburgischer Priester am Collegium Germanicum in Rom im 19. und 20. Jahrhundert, Theo Rohjans berichtet über Meilen- und Kilometersteine im Oldenburger Land, Söhnke Thalmann stellt äußerst spannende und unterhaltsame Funde aus den Archivalien des Staatsarchivs Oldenburg vor und Andreas Hummel berichtet von den archäologischen Untersuchungen auf dem Kapitelplatz in Vechta.



  • Zwei sehr lesenswerte Artikel sind im Kapitel Kunst im Oldenburger Münsterland abgedruckt: Den lange Zeit das Kulturleben Cloppenburgs bestimmenden Verein „Freunde der Kunst“, der eine ähnlich lange Tradition wie der Heimatbund hat, hat Klaus G. Werner untersucht und schildert die sehr interessante Geschichte und das Engagement vieler Künstler sehr anschaulich und reich bebildert. – Der Beitrag „Noch einmal Gut Lethe“ von Jörgen Welp ist ein Nachtrag zu dem Aufsatz des 2010 verstorbenen Prof. Dr. Helmut Ottenjanns aus dem Jahre 2009. Anlass dafür sind die neu aufgetauchten Vorbilder zweier Veduten-Gemälde, die neue Erkenntnisse hinsichtlich des heute nicht mehr existierenden Gutes Lethe ermöglichen.



  • Neue Wege beschreiten wir auch im Kapitel Das Oldenburger Münsterland im Wandel, in dem wie immer aktuelle und diskussionswürdige Themen aufgegriffen werden: Unter die Titel „Frische Ideen vom Lande“ stellt der bereits erwähnte Peter Beutgen in fünf kleinen Reportagen verschiedene Bereiche aus der Gemeinde Bakum vor, von der Energiewende durch Solar-, Windkraft- und Bioenergie bis hin zur tierfreundlichen Gänsemast. Christoph Grote schildert den aktuellen Stand von den in unserer Region beheimateten Zeitungen, ihre besondere Stellung als Regionalzeitung und den Chancen, die daraus erwachsen. Und zuguterletzt folgt der zweite Teil der Darstellung der Krankenhäuser im Oldenburger Münsterland (Teil I stand im Jahrbuch 2012) von Hermann von Laer, die diesmal Friesoythe, Lohne und Damme umfasst.



  • Das Kapitel Umweltschutz, Naturkunde und Landschaftspflege besteht in diesem Jahr aus einem Beitrag von Antonius Bösterling über die Bauerngärten im OIdenburger Münsterland, einem reich bebilderten Aufsatz von Gerhard Weyrauch über „Insekten an der Thülsfelder Talsperre“, bereichert durch ein humorvolles Gedicht aus derselben Feder über den „Frühling“ sowie einer Untersuchung vom Kerrin Lehn zur „Kranichrast im Vehnemoor“. Abgerundet wird dies Kapitel durch eine aktuelle Darstellung von Niels Logemann von der Uni Vechta „biocache: Lernpfad Vechta – oder: wie aus einer Initiative ein Bildungsprojekt mit ökologischem Lern- und Umweltpfad wurde“ (dies ist vergleichbaar mit dem als „Sport“ betriebenen „geo-caching“) sowie einem Zwischenbericht von Heinz Kosanke zu dem Projekt „Erfassung historischer Kulturlandschaften und Kulturlandschaftsteile“.



  • Eine Überarbeitung hat die Redaktion auch dem Kapitel „Erzählungen und Gedichte“ angedeihen lassen: Dieses heißt ab sofort Plattdeutsch und Saterfriesisch und wird seinen Fokus ausschließlich auf diese beiden Sprachen richten. Aufgeteilt nach den regionalen Dialekten des Plattdeutschen stehen 15 plattdeutsche und drei saterfriesische Erzählungen und Gedichte nebeneinander, verlässlich zusammengetragen von Heinrich Siefer. Am Beginn des Kapitels steht jedoch zum ersten Mal ein sprachtheoretischer Text, der ein Ergebnis der plattdeutschen Studien an der Universität Vechta ist: Mathias Pünter hat in seiner Untersuchung Lohner und Dammer Platt nebeneinander gestellt und einem sprachwissenschaftlichen Vergleich unterzogen.



  • Die Personalia stehen in diesem Jahr in einem eigenen kleinen Kapitel, da hier in Zukunft sowohl die Nachrufe, wie der auf den leider verstorbenen Franz Hellbernd, als auch eine kleine, in loser Folge erscheinende Reihe über ehemalige Lehrende der Universität Vechta erscheinen soll. Den Anfang macht Horst-Alfons Meißner mit seiner Würdigung von Angelika Sievers, die ein Leben für die Geographie in Lehre und Forschung gelebt hat.



  • Das Kapitel Berichte aus dem Oldenburger Münsterland beinhaltet die Jahresberichte des Heimatbundes, der Heimatbibliothek, des Offizialatsarchivs, des Museumsdorfes und – in diesem Jahr auch zum ersten Mal – des Staatsarchivs Oldenburg. Nach einem kurzen Bericht zum Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ von Andreas Wegmann folgen die Chroniken der Städte und Gemeinden des Oldenburger Münsterlandes – letztere jeweils auf zwei vollen Seiten mit Fotos und vollfarbigem Wappen.



  • Wie immer schließt das Jahrbuch mit dem Abschnitt Literatur über das OM, in dem 12 Buchbesprechungen gebracht und 34 Neuerscheinungen vorgestellt werden.



  • Die Titelbilder des Jahrbuches zeigen


vorn das Fachwerkhaus mit Stellmacherwerkstatt (Baujahr unbekannt) am Rande des Ortes Bakum, neben dem später (1912/13) ein Hof mit Wohnhaus und Stallungen errichtet wurde; heute findet sich hier ein veterinärmedizinisches Labor;


vorn innen den Hof Nieske in Vestrup;


hinten die Katharinenschule in Bakum;


hinten innen einen Ausschnitt aus der LeCoq’schen Karte von 1805 mit „Luesche“ und „Backum“.


Jahrbuch für das Oldenburger Münsterland 2013


62. Jahrgang. Herausgegeben vom Heimatbund für das Oldenburger Münsterland. Vechta: Vechtaer Druckerei und Verlag, 2012. 468 Seiten, 4farbig.


Preis: 10 Euro


ISBN 978-3-941073-12-8