Heimatbund für das Oldenburger Münsterland
Landkreis Cloppenburg Landkreis Vechta

Termine

2019:
30.5.-2.6. Studienfahrt
22.6. "Heimatpartie" im Museumsdorf
21.9. Beiratssitzung
9.11. Münsterlandtag
23.11. Studientag
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Aktuelles

Wanderfahrt-Bericht

Die Burg Bentheim, Haus Stovern im Emsland und Kloster Bentlage im Münsterland standen auf dem Programm der diesjährigen Wanderfahrt des Heimatbundes für das Oldenburger Münsterland. Diese fand am vergangenen Samstag bei idealem Wetter mit gut gelaunten Mitreisenden statt.


Nach einem stärkenden Frühstück mit Butterkuchen und Kaffee und der Begrüßung durch Heimatbund-Präsident Hans-Georg Knappik machten sich die 70 Fahrtteilnehmer aus den Landkreisen Cloppenburg und Vechta an den kurzen Aufstieg zur größten und schönsten Höhenburg Nordwestdeutschlands: Burg Bentheim faszinierte mit grandioser Aussicht bis nach Holland hinüber und imposanter Architektur, vom mittelalterlichen Bergfried mit Keller-Verlies bis zum neogotischen Wohntrakt mit historistischer Einrichtung, sowie vielen Geschichten rund um die „Bewohner“ der letzten gut 800 Jahre.


Nicht weit von Burg Bentheim befindet sich das Gut Stovern bei Salzbergen, das als Gründung und Besitz geistlicher Herren (u.a. der Johanniter zu Burgsteinfurt) auf eine ähnlich lange Geschichte zurückblicken kann – die jedoch nicht so lückenlos belegt ist. Wunderschön im südlichsten Zipfel des Emslands gelegen, war das kleine Wasserschloss jedoch vor allem Anlaufpunkt für die Oldenburger Münsterländer, da der ehemalige Offizial Weihbischof Max Georg Freiherr von Twickel hier seinen Altersruhesitz hat. Gut gelaunt empfing dieser die Reisenden aus seinem früheren Wirkungsgebiet und erzählte kenntnisreich u.a. von dem seit über 300 Jahren im Besitz seiner Familie befindlichen Gut Stovern.


In Beziehung zu Gut Stovern steht auch der letzte Anlaufpunkt der Wanderfahrt, der, in einer parkänlichen Anlage gelegen, wirklich erwandert wurde: Kloster Bentlage bei Rheine war eine Gründung der Kreuzherren aus dem Jahre 1437, die zeitweise auch Besitzer von Gut Stovern waren. Kloster Bentlage beherbergte in seiner Blütezeit im 16. Jahrhundert 50 Kreuzherren. Vom Wohlstand des Klosters zeugen die zwei Reliquienschreine, die als so genannte „Reliquiengärten“ seinerzeit zahlreiche Gläubige anzogen. Nach der Säkularisation 1803 an eine Adelsfamilie gegeben und als Wohnschloss umgebaut, befindet sich das „Klosterschloss“ heute im Besitz der Stadt Rheine und wird vor allem kulturell genutzt.


Mit der zuvor gemachten Besichtigung der benachbarten, ebenfalls sehr eindrucksvollen Saline Gottesgabe aus dem 18. Jahrhundert war dies der Abschluss einer rundum gelungenen Wanderfahrt.