Landkreis Cloppenburg Landkreis Vechta

Termine

2019:
9.11. Münsterlandtag
23.11. Studientag
Seite aufrufen

Digitalisiertes Jahrbuch OM

Digitalisierter Heimatkalender OM

Schulportal OM und Schülerpreis OM

Informationen und Weiterleitung zum Schulportal OM
Seite aufrufen

Aktuelles

Akademieabend: Klimawandel stellt Wald vor große Herausforderungen

Sprachen über das Thema Wald: (von links) Dr. Michael Hirschfeld, Dr. Florian Stockmann, Regina Dörrie, Christoph Böckmann, Klaus Kokenge und Willi Rolfes. Foto: G. Henneberg

Der Wald übt auf viele Menschen eine starke Faszination und Anziehungskraft aus. Ergänzt durch die aktuelle Umweltproblematik zog das Thema jetzt über 40 Teilnehmer zum Akademieabend des Heimatbund-Geschichtsausschusses in die Katholische Akademie Stapelfeld. Dabei war die Wahrnehmung des Waldes früher nicht nur positiv, wie Organisator Klaus Kokenge in seiner Einführung unterstrich. Einerseits sei der Wald Lebensgrundlage der Bevölkerung gewesen, andererseits aber auch als Bedrohung wahrgenommen worden.


Regionale Experten hatte Kokenge als Referenten gewinnen können: die Leiterin des Forstamtes Ahlhorn Regina Dörrie, den Leiter des Forstamtes Weser-Ems der Landwirtschaftskammer Niedersachsen Dr. Florian Stockmann und den Privat-Forstmeister Christoph Böckmann aus Langförden. Eingestimmt auf das Thema wurde das Publikum von Akademiedirektor und Naturfotograf Willi Rolfes mit beeindruckenden Fotos aus den Wäldern des Oldenburger Münsterlandes.


Über den starken Einschnitt des großen Orkans von 1972 für den überwiegend jungen Wald in der Region sprach Forstdirektorin Dörrie und wies darauf hin, dass im Oldenburger Münsterland weniger als ein Drittel des Waldbestandes in staatlicher Hand sei und von den Niedersächsischen Landesforsten betreut würde. Die staatliche Forstverwaltung sei dem Prinzip der Nachhaltigkeit verpflichtet und habe unternehmerisches Handeln mit kostendeckendem Arbeiten zu verbinden.


Als Berater aller privaten Waldbesitzer präsentierte sich Florian Stockmann. Diese Aufgabe biete eine große Bandbreite an Tätigkeiten in von der Größenordnung sehr unterschiedlichen Privatforsten, die in Südoldenburg in insgesamt sieben Waldbesitzergemeinschaften zusammengeschlossen seien. Aber auch Fingerspitzengefühl sei gefordert, so Stockmann weiter, angesichts oft individueller Vorstellungen der Besitzer.


Den Schwund kleinteiliger landwirtschaftlicher Flächen beklagte Christoph Böckmann, weil er mit einem erheblichen Rückgang des Niederwildes einhergegangen sei. Dagegen habe das Schalenwild in den Wäldern der Region stark zugenommen. Jeder Kahlschlag, sei es durch Stürme, sei es durch Abholzung, gefährde den Wald. Die wesentliche Herausforderung für die Zukunft liege aber, darin waren sich alle Referenten einig, in der Bekämpfung des Borkenkäfers sowie in der dem Klimawandel geschuldeten Umstrukturierung des Baumbestandes.