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Aktuelles

Küster begeistert mit Vortrag über Landschaft des OM

Prof. Dr. Hansjörg Küster erklärt die früher im OM praktizierte Landwirtschaft. Foto: Heimatbund

Langanhaltenden Applaus erntete jetzt Prof. Dr. Hansjörg Küster für seinen Vortrag über die Entstehungsgeschichte der Landschaft im Oldenburger Münsterland. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Heimatbundes OM hatte der Heimatbund-Geschichtsausschuss Küster eingeladen, seine Sicht als Biologe zu schildern. Küsters Botschaft: Die Region sei stets innovativ mit den jeweiligen Herausforderungen, wie etwa kargen Böden umgegangen, und die Menschen seien dadurch in ihrem Heimatbewusstsein besonders mit der Landschaft verbunden.


Dabei habe die Region nicht nur ein Wirtschaftswunder produziert, so Küster, sondern auch viele Menschen integriert, die in den letzten Jahrzehnten neu dazugekommen seien. Da sei ein moderner Heimatbegriff wichtig, denn „es ist immer positiv, wenn man Neuankömmlingen Heimat erklärt und sie so miteinbezieht“.


Ausgehend von der letzten Eiszeit erklärte der Professor für Pflanzenökologie den Anwesenden die geologischen Besonderheiten der Landkreise Cloppenburg und Vechta, mit denen die Menschen später beim Ackerbau und der Viehhaltung zurechtkommen mussten. Vorherrschendes Landschaftsbild sei nach dem vermehrten Roden der Eichenwälder die Heidelandschaft gewesen. Die eher kargen Böden bearbeiteten die Bauern durch das Aufbringen von in der Heide gewonnen Plaggen, die nach dem Düngen in den Tierställen nährstoffreich waren. Um den so aufgebrachten Dünger zu halten, pflügten die Bauern die Äcker nach innen und es entstanden die in der Region weit verbreiteten „Wölbäcker“ und der Eschboden, auch „Plaggenesch“, so Küster.


Dem so über Jahrhunderte entstandenen fruchtbaren Eschboden galt auch ein Appell aus dem Publikum an die Kommunen im Oldenburger Münsterland, die bei der Ausweisung neuer Baugebiete doch eher die jüngeren Heideböden bevorzugen sollten, um die guten Eschböden als „alte Kulturschätze“ für die Landwirtschaft zu bewahren. Letztere hätten nämlich auch eine sehr gute Wasserhaltefähigkeit, was vor dem Hintergrund der heißen Sommer und der Trinkwasser-Problematik besondere Aktualität habe.


Die nächste Veranstaltung des Heimatbund-Geschichtausschusses ist der Akademieabend am 4. September.