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Schülerpreis soll Suchen nach Wurzeln fördern

Werben gemeinsam für den Schülerpreis OM (v.l.n.r.): Kathrin Meemken, Nicolas Coners, Schulleiter Peter Stellten und Heimatbund-Geschäftsführerin Gisela Lünnemann. Foto: Henneberg

Eigentlich steckt Nicolas Coners mitten im Abi, aber die Erinnerungen an den Schülerpreis Oldenburger Münsterland sind noch frisch. Im vergangenen November gewann der heute 18-Jährige mit einer Arbeit über das Friesoyther Ehrenmal den zweiten Platz und erhielt die Auszeichnung vor großem Publikum beim Münsterlandtag in Goldenstedt. „Das fand ich super“, erinnert sich Nicolas. Und dieser Schülerpreis ist jetzt neu ausgeschrieben vom Heimatbund Oldenburger Münsterland. 


Schulen, Klassen und einzelne Schüler, die sich mit regionalen Themen beschäftigen, sind aufgerufen, sich bis zum 1. September zu bewerben. Dabei können die Themen naturkundlich, sozial, wirtschaftlich, geschichtlich oder auch sprachlich sein. Und alle Schulformen sind angesprochen, von der Grundschule bis hin zur Berufsbildenden Schule.


 „Wenn junge Menschen sich mit der eigenen Heimat und den eigenen Wurzeln beschäftigen, ist das wertvoll für das ganze Leben“, weiß Gisela Lünnemann. Die Geschäftsführerin des Heimatbundes ist immer noch begeistert von den tollen Arbeiten, die in den vergangenen Jahren eingereicht wurden. „Insbesondere vom Albertus-Magnus-Gymnasium kommen immer wieder tolle Beiträge“, betont Lünnemann, „darum haben wir Schulleiter Peter Stelter gefragt, ob wir den Schülerpreis gemeinsam bewerben.“ Zusätzlicher regionaler Aufhänger in diesem Jahr: Der Münsterlandtag, auf dem zum neunten Mal der Schülerpreis verliehen wird, findet am 9. November in Friesoythe statt.


Seine Schüler für die Auseinandersetzung mit regionaler Geschichte zu motivieren, ist Peter Stelter ein Herzensanliegen. Denn: „Das, was man in den Geschichtsbüchern findet, kriegt man auch hier vor Ort zu sehen“, betont der Schulleiter. Besonders fasziniert ist Stelter von einer Zehntklässlerin, die die Wurzeln aus eigenem Antrieb gesucht hat. Kathrin Meemken hat ohne eine „schulischen Auftrag“ die Herkunft des eigenen Nachnamens erforscht. Denn die Familie werde allgemein „Meemken achtern Laoger“ genannt. Kathrin habe sich an Erzählungen ihres Opas von einem Lager erinnert, das in der NS-Zeit hinter dem Bauernhof der Familie gewesen sei. Durch eingehende Nachforschungen und Recherchen stieß die 16-Jährige schließlich auf einen Aufsatz von Hermann Lohmann, der die Existenz eines Reichsarbeitsdienstlagers in Rietberg an der Neuscharreler Straße bestätigte und sogar einen Tagesablauf der Lagerinsassen vorweisen konnte. Heute ist die damalige Baracke ein Schafstall.


Stelter weiß, dass die Schüler angesichts solcher Themen nicht immer sofort Hurra schreien würden. Aber meistens entdecken die jungen Leute schnell die Faszination und das Ganze bekäme eine Eigendynamik – so wie bei Nicolas und Kathrin. Solche Arbeiten zu fördern und zu würdigen sei das zentrale Ziel des Schülerpreises, stellte Lünnemann noch einmal klar.


Weitere Informationen zum Schülerpreis unter www.schulportal-om.de.