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Aktuelles

Stuttgart begeistert Fahrtteilnehmer mit großer Vielfalt

Daimler, Benz oder doch Mercedes? Eine Gästeführerin des Mercedes-Museums erklärt den Teilnehmern der Studienfahrt die verschiedenen Signets am Kühlergrill eines Ausstellungsstückes. Foto: G. Henneberg

Dass Stuttgart nicht nur eine große Baustelle und Luftverschmutzung sondern sehr viel Kultur und noch mehr Grün zu bieten hat, davon konnten sich jetzt die Teilnehmer der Studienfahrt des Heimatbundes Oldenburger Münsterland überzeugen. Über 80 Mitreisende aus den Landkreisen Cloppenburg und Vechta besuchten vier Tage lang unter der Leitung von Gisela Lünnemann und Gabriele Henneberg die Hauptstadt Baden-Württembergs und ihr Umland.


Im Rahmen einer Stadtrundfahrt erfuhren die Studienfahrtteilnehmer erste wissenswerte Fakten über die Metropole, die auf ein von den Römern gegründetes Gestüt zurückgeht, das durch den Talkessel geschützt als „Stutengarten“ zu Stuttgart heranwuchs. Auch einen Bezug zur Heimat gab es: Die malerische Grabkapelle am dem Württemberg am Rande Stuttgarts ließ König Wilhelm I. 1819 für seine früh verstorbene Frau Katharina Pawlowna erbauen, die in erster Ehe mit dem Oldenburger Herzog Georg verheiratet war. Ihrem Sarkophag in der Gruft der Kapelle statteten die Südoldenburger einen Besuch ab.


Besonderes Highlight der Reise war der Besuch der Mercedes-Benz-Museums. Das eindrucksvolle Gebäude, das der menschlichen DANN nachempfunden wurde, zeigt auf über neun Geschossen und auf 17 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche die Geschichte des Unternehmens von den Anfängen bis zur Gegenwart. Eingebettet in die nationale und internationale Geschichte können hier etliche Fahrzeuge bestaunt werden, von der ersten motorisierten Kutsche von Gottfried Daimler bis hin zur futuristisch anmutenden Mercedes-Studie für die IAA.


Der ein oder andere der Besucher entdeckte auch eigene „Schätzchen“ in der Ausstellung wieder, während die Gästeführer den regional wichtigen Unterschied zwischen Daimler, Benz und Mercedes erklärten: Denn in Stuttgart fahre man Daimler, da hier Gottlieb Daimler 1886 das erste vierrädrige Kraftfahrzeug erfand, während in Mannheim die Autos mit dem Stern bis heute den Namen Benz tragen wegen der Erfindung des dreirädrigen Motorwagens 1885 durch Carl Benz. Erst 1926 fusionierten beiden Unternehmen und seitdem fährt man im Rest der Welt Mercedes.


Kurioser Kontrast aber durchaus lehrreich war für die Mitreisenden der Besuch im Stuttgarter Schweinemuseum. Im Stuttgarter Schlachthof ist in 30 Räumen alles rund ums „Borstenvieh“ zu bestaunen, Grundlage bildet die über 50 000 Exponate umfassende Sammlung der Gastronomin Erika Wilhelmer.


Ebenfalls auf dem Programm standen das Musterhaus von Le Corbusier in Stuttgart, das barocke Residenzschloss Ludwigsburg, das malerische Städtchen Esslingen sowie die Bundesgartenschau in Heilbronn. Hier begeisterte die Kombination von Garten- und Stadtbauplanung, denn die Ausstellungsmacher haben ein ganzes Stadtquartier neu geplant und mit modernsten Gebäuden und umweltschonenden Techniken errichten lassen.


Kulinarischer Höhepunkt war eine Weinprobe mit großem Imbiss auf dem Weingut des Herzogs von Württemberg, der Domäne Monrepos.