Heimatbund für das Oldenburger Münsterland
Landkreis Cloppenburg Landkreis Vechta

Termine

2018:
27.01. Auftaktveranstaltung "Plattdeutsches Jahr"
10.03. Delegiertentag
10.05.-14.05. Studienfahrt
08.09. Wanderfahrt
12.09. Akademieabend
22.09. Beiratssitzung
03.11. Münsterlandtag
17.11. Studientag
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  • Studienfahrt 2012: Pfalz
    Schauplatz wichtiger Ereignisse der Demokratiegeschichte und seit der Römerzeit Wiege einiger kultureller Errungenschaften wie dem Weinanbau: Die Pfalz wurde 2012 besucht. Foto: Henneberg
  • Studienfahrt 2013: Utrecht
    Eine Fahrt auf den Grachten der wunderschönen Stadt Utrecht war nur eine der zahlreichen Attraktionen, Foto: Henneberg
  • Studienfahrt 2014: Dresden
    15 Jahre nach der "Wende" stande Dresden und Görlitz wieder auf dem Plan, Foto: Sassen
    © Copright-Hinweis Hansen
  • Studienfahrt 2015: Oberfranken
    Bamberg, Coburg, Kulmbach, Seßlach - alles sehenswerte Ziele im Jahre 2015, Foto: Henneberg
  • Studienfahrt 2016: Thüringer Land
    Erfurt, Gotha und Eisenach wurden auf den Spuren Luthers ein Jahr vor dem großen Reformationsjubiläum besucht, Foto: Henneberg
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Aktuelles

Franzosenzeit als Bereicherung für die Region

Gast beim Geschichtsausschuss: Uni-Präsident Prof. Dr. Burghart Schmidt (Mitte) wurde von Heimatbund-Präsident Hans-Georg Knappik (links) und dem Geschichtsausschuss-Vorsitzenden Privatdozent Dr. Michael Hirschfeld (rechts) begrüßt. Foto: Klaus Kokenge
Uni-Präsident Prof. Dr. Burghart Schmidt referierte vor über 100 Gästen beim Geschichtsausschuss


Als Bereicherung der deutsch-französischen Beziehungen kennzeichnete Prof. Dr. Burghart Schmidt die kurze französische Herrschaft in Norddeutschland von 1811 bis 1813 unter Kaiser Napoleon I. Der Präsident der Universität Vechta hatte vor knapp 20 Jahren über die Geschichte Hamburgs in der Franzosenzeit promoviert. Grund genug für den Heimatbund-Geschichtsausschuss, den Historiker, der bis zu seinem Amtsantritt in Vechta eine Professur für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Montpellier in Frankreich innehatte, zu seinem traditionellen Abendvortrag in die Kleine Aula der Uni Vechta einzuladen.


Schmidts Thematik spiegele in besonderer Weise das Anliegen des Geschichtsausschusses wider, Universität und Region zusammenzubringen, Regionales und Überregionales zusammenzuführen, betonte Privatdozent Dr. Michael Hirschfeld in seiner Begrüßung. Dass dieser Ansatz in der Öffentlichkeit zieht, bewies das große Interesse an dem Abendvortrag: Über 100 Geschichtsinteressierte aus der Region waren gekommen, um den Universitätspräsidenten als Historiker zu hören.


Eingangs beklagte Professor Schmidt, das Bewusstsein für die kurze Zugehörigkeit Norddeutschlands zu Frankreich sei aus dem Blick der Öffentlichkeit nahezu verschwunden. Kaum ein Deutscher wisse etwas darüber. Dabei hätten die zwei Jahre, in denen die Norddeutschen Franzosen gewesen seien,  auch nach über 200 Jahren deutliche Spuren hinterlassen.


Geblieben seien zum Beispiel in kürzester Zeit gebaute moderne Straßen, eine effektive Verwaltung und in der Region noch heute übliche Redewendungen wie das aus dem französischen Wort "Adieu" abgeleitete "Tschüß". Anhand von Beispielen aus Hamburg, aber auch aus der Region Südoldenburg spannte der Referent einen weiten zeitlichen Bogen von den Kontakten zwischen Deutschen und Franzosen im Zeitalter der Hanse, bis hin zur deutsch-französischen Freundschaft nach dem Zweiten Weltkrieg und illustrierte seine Vorstellung von der Franzosenzeit als einer kulturell und wirtschaftlich innovativen Epoche anhand von Archivdokumenten und Anekdoten.