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Aktuelles

Blumen, Boote, Bronzeit - Wanderfahrtbericht 2015

Von der Vielseitigkeit der allgemein unterschätzten Wesermarsch konnten sich die Teilnehmer der diesjährigen „Wanderfahrt“ des Heimatbundes für das Oldenburger Münsterland jetzt überzeugen. Bei zunehmend schönem Wetter standen der Süden und der Osten des Landkreises auf dem Programm der voll ausgebuchten Tour.


Als erstes Ziel wartete auf die Besucher der bezaubernde, faszinierende und einfach wunderschöne Garten Moorriem kurz hinter Oldenburg. Dieses kleine Paradies im Örtchen Elsfleth-Moorriem hat das Ehepaar Ute und Albrecht Ziburski auf einem für die Gegend so typischen schmalen und langen Grundstück geschaffen, nachdem sie dort 2006 hingezogen sind. Prächtige Staudenflächen in allen denkbaren Farben hellten den etwas verregneten Vormittag bedeutend auf. Gebannt lauschten die Oldenburger Münsterländer dem sehr kompetenten und lebendigen Vortrag von Albrecht Ziburski über die Anlage seines Gartens, garniert mit vielen interessanten Hintergrundinformationen aus der Garten-Historie.


Spannend ging es weiter mit einem Besuch im Schifffahrtsmuseum in Brake, der fast schon obligatorisch ist bei einem Aufenthalt in der Wesermarsch. Unter der Leitung von zwei pensionierten Kapitänen tauchten die Mitreisenden der Wanderfahrt ein in die besondere Seefahrtsgeschichte des Oldenburger Landes, angefangen beim lukrativen Viehhandel im 17. Jahrhundert über die Stationierung der ersten gesamtdeutschen Flotte in Brake in den Jahren nach 1848 bis hin zum harten und gefährlichen Alltag der Seeleute auf dem Meer. Abgerundet wurde dieser maritime Ausflug durch ein äußerst schmackhaftes Fischgericht – fangfrisch vom Kutter im Hafen bei der Neptun Fischvermarktung serviert.


Abwechslungsreich ging es am Nachmittag weiter mit einem Besuch der ursprünglich romanischen Kirche St. Matthäus in Rodenkirchen, die aufgrund des einzigartigen Ensembles von Kunstwerken des berühmten manieristischen bzw. frühbarocken Bildhauers Ludwig Münstermann ein absoluter Magnet ist.


Als Abschluss stand dann das Bronzezeithaus bei Stadland auf dem Programm, das eine Rekonstruktion einer bei Bauarbeiten gefundenen Hofstelle aus der Bronzezeit ist. Ein Verein stellt hier im Sinne experimenteller Archäologie das Leben der Menschen vor fast 3000 Jahren nach, was beeindruckend gut gelingt und z.B. auch viele Schulklassen aus der Umgebung zu regelmäßigen Besuchen und Aktionen lockt. Direkt neben dem Bronzezeithaus liegt die heimelige Hahnenknooper Mühle, in der bei Kaffee und leckerem Kuchen der Tag ausklingen konnte.