Heimatbund für das Oldenburger Münsterland
Landkreis Cloppenburg Landkreis Vechta

Termine

2017:
04.11. Münsterlandtag
11.11. Studientag
2018:
27.01. Auftaktveranstaltung "Plattdeutsches Jahr" in Cappeln
10.03. Delegiertentag
10.05.-14.05. Studienfahrt
08.09. Wanderfahrt
12.09. Akademieabend
22.09. Beiratssitzung
03.11. Münsterlandtag
17.11. Studientag
Seite aufrufen

Digitalisiertes Jahrbuch OM

Digitalisierter Heimatkalender OM

Schulportal OM und Schülerpreis OM

Informationen und Weiterleitung zum Schulportal OM
Seite aufrufen
  • Studienfahrt 2012: Pfalz
    Schauplatz wichtiger Ereignisse der Demokratiegeschichte und seit der Römerzeit Wiege einiger kultureller Errungenschaften wie dem Weinanbau: Die Pfalz wurde 2012 besucht. Foto: Henneberg
  • Studienfahrt 2013: Utrecht
    Eine Fahrt auf den Grachten der wunderschönen Stadt Utrecht war nur eine der zahlreichen Attraktionen, Foto: Henneberg
  • Studienfahrt 2014: Dresden
    15 Jahre nach der "Wende" stande Dresden und Görlitz wieder auf dem Plan, Foto: Sassen
    © Copright-Hinweis Hansen
  • Studienfahrt 2015: Oberfranken
    Bamberg, Coburg, Kulmbach, Seßlach - alles sehenswerte Ziele im Jahre 2015, Foto: Henneberg
  • Studienfahrt 2016: Thüringer Land
    Erfurt, Gotha und Eisenach wurden auf den Spuren Luthers ein Jahr vor dem großen Reformationsjubiläum besucht, Foto: Henneberg
  •  

Aktuelles

Akademieabend: Großes Interesse an "Vechtaer Hochschulköpfen"

Freuten sich über das rege Interesse (v.l.n.r.): Heimatbund-Präsident Hans-Georg Knappik, Dr. Horst-Alfons Meißner, Prof. Dr. Wilfried Kürschner, Dr. Michael Hirschfeld und Franz-Josef Luzak. Foto: Heimatbund

Viel Zuspruch fand kürzlich der diesjährige Akademieabend des Geschichtsausschusses im Heimatbund für das Oldenburger Münsterland in der Katholischen Akademie Stapelfeld zum Thema "Vechtaer Hochschulköpfe". Mehr als 50 ehemalige Absolventen der früheren Pädagogischen Hochschule und regionalgeschichtlich Interessierte verfolgten gebannt eine Präsentation mit Porträts von Hochschullehrern der ersten Nachkriegsjahrzehnte, die Uni-Archivar Franz-Josef Luzak zusammengestellt hatte. Darunter war u.a. ein Foto des bekannten Musikpädagogen Felix Oberborbeck zu sehen, der in kurzen Hosen, ganz in weiß am Lehrpult stand. In Vechta soll dieses Auftreten tagelang Stadtgespräch gewesen sein.


In seiner Einleitung wies PD Dr. Michael Hirschfeld auf die problematische Situation in der Vechtaer Lehrerausbildung nach dem Zweiten Weltkrieg hin: Lehrer wurden zwar dringend benötigt, jedoch gab es keine geeigneten Dozenten. Hirschfeld führte aus, dass die ersten Professoren vor allem aus dem Umfeld der Pädagogischen Akademie in Bonn berufen wurden. Sie sollten katholisch und reformpädagogisch gesinnt sein. Eine Promotion sowie Erfahrungen in der Schulpraxis an Volksschulen waren ebenso Voraussetzungen.


Dass letzteres Kriterium nicht für alle Neuberufenen galt, zeigten zwei der drei in Einzelvorträgen vorgestellten Berufswege von Vechtaer "Hochschulköpfen". Sowohl die Geographin Angelika Sievers als auch der Geologe Pater Oswald Rohling erfüllten diese Voraussetzungen nicht. Sie hatten wissenschaftliche Karrieren angestrebt, die aber durch die Kriegsumstände unterbrochen worden waren, wie Dr. Horst-Alfons Meißner (Osnabrück) und PD Dr. Michael Hirschfeld in ihren Vorträgen darlegten. Beide wirkten in Vechta in einem Spannungsfeld zwischen Beheimatung in der Kleinstadt und Verwurzelung in der weiten Welt.


Das Herz von Angelika Sievers schlug für die Südasien-Forschung, das des Dominikaners Oswald Rohling für den Nordatlantik. Dagegen erwies sich der Schlesier Alexander Beinlich bodenständiger, wie sein Biograph Prof. Dr. Wilfried Kürschner herausstellte. Als gelernter Volksschullehrer feierte er mit einem auflagenstarken "Handbuch des Deutschunterrichts" Erfolge, das als "der Beinlich" Generationen von Deutschlehrern weit über Vechta hinaus begleitete.


Angesichts des breiten Interesses sollen die Forschungen über "Vechtaer Hochschulköpfe" in Kooperation mit dem Universitätsarchiv in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. So sollen auch für das Kulturleben der Region verdiente Professoren wie Felix Oberborbeck und Josef Giesen in Einzelporträts eine Würdigung finden.