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Aktuelles

Studienfahrtbericht: "Elbflorenz" bei schönstem Sonnenschein

Eine der bekanntesten Besichtigungsziele der Studienfahrt: die Frauenkirche in Dresden. Foto: Sassen
Auch auf den Elbterassen konnten sich die Mitreisenden von der Schönheit der nicht umsonst "Elb-Florenz" genannten Stadt überzeugen. Foto: Sassen
Schloss Pillnitz bei Dresden wurde mit einem Raddampfer über die Elbe angefahren. Foto: Sassen
Vor dem Kloster Marienthal versammelte sich alle Oldenburger Münsterländer zu einem Gruppenfoto. Foto: E. Albrecht


Bestes Frühlingswetter, interessante Besichtigungsziele sowie entspannte und gut gelaunte Mitreisende – das waren die „Zutaten“ der diesjährigen Studienfahrt des Heimatbundes für das Oldenburger Münsterland vom 29. Mai bis 01. Juni. Reiseziel waren für 100 Studienfahrtteilnehmer aus den Landkreisen Cloppenburg und Vechta die Städte Dresden und Görlitz. 


Auf der Hinfahrt stand eine Besichtigung des Schiffshebewerks Rothensee bei Magdeburg auf dem Programm. Hier kreuzt die Elbe als Nordsüdverbindung den Mittellandkanal. Bereits in den 1930er Jahren wurde mit dem Bau des riesigen Wasserstraßenkreuzes begonnen. Das Schiffshebewerk Rothensee galt damals mit seinen 16m Hubhöhe als technisches Wunderwerk. Heute wird es nur noch sehr reduziert genutzt, da nach der Wiedervereinigung aufgrund der modernen Anforderungen die 300m westlich gelegene Schleuse Rothensee gebaut und der Kanal in einer langen Trogbrücke über die Elbe geführt wurde.


Das wunderschöne „Elbflorenz“, das malerisch im Elbtal gelegene Dresden war das Hauptziel der viertätigen Reise. Die Berechtigung dieses Vergleichs mit der italienischen Metropole erschloss sich den Oldenburger Münsterländern im Rahmen einer Stadtführung: Frauenkirche, Zwinger, Stadtschloss, Semperoper, Elbterrassen – all diese Baudenkmäler sind vielen ein Begriff und konnten nun „live“ bestaunt werden. Mit einem alten Raddampfer ging es dann auf der Elbe entlang der umstrittenen Waldschlösschenbrücke und der Elbschlösser aus dem 19. Jahrhundert zum Schloss Pillnitz, einem barocken Lustschloss, das August der Starke seiner Geliebten, der Gräfin Cosel, geschenkt hatte. Ein Abendessen im Panorama-Restaurant „Spitzhaus“ in Radebeul, hoch oben über den Weinbergen mit Blick auf die Türme Dresdens, beschloss den Tag.


Viele architektonische Sehenswürdigkeiten gab es auch in Görlitz zu sehen: Da die Stadt im Zweiten Weltkrieg keine nennenswerte Beschädigung erleiden musste, ist nicht nur der historische mittelalterliche Stadtkern erhalten sondern auch ganze Viertel mit beeindruckenden Gründerzeit- und Jugendstilgebäuden. Mit ca. 4000 restaurierten Baudenkmälern gilt Görlitz als eines der größten zusammenhängenden nationalen Flächendenkmäler Deutschlands.


Äußerst beeindruckend war auch der Besuch des Klosters Marienthal, das unmittelbar an der polnischen Grenzen gelegen ist. Gegründet im Jahre 1234, besteht es trotz aller Kriege, Seuchen und Katastrophen der Jahrhunderte durchgehend bis in die heutige Zeit und ist damit das älteste Frauenkloster Deutschlands. Die Zisterzienserinnen behaupteten sich immer wieder tapfer, zuletzt gegen das katastrophale Hochwasser im August 2010, das Schäden in Millionenhöhe verursachte, an deren Beseitigung bis heute gearbeitet wird.


Die Fahrt zu dem berühmten Schloss Moritzburg wurde verbunden mit einer Besichtigung des Landgestüts Moritzburg. Hier wurde 1873 der Standard des Oldenburger Pferdes als Zuchtziel eingeführt, und noch heute bestehen enge Beziehungen zur Oldenburger Pferdezucht.


Den Abschluss der Fahrt bildete der Besuch des weltberühmten „Historischen Grünen Gewölbes“ im Dresdner Stadtschloss, das mit seiner exquisiten Schmuck- und Kunstsammlung der sächsischen Kurfürsten und Könige europaweit seinesgleichen sucht und als absoluter Touristenmagnet gilt.