Auszug aus "Oldenburgische Volkszeitung" vom 21. Juni
2002
Heimatbund stellte gestern das
neue Buch „Um 't Buurnhuus ümtau" vor
Cloppenburg (käs) - Alle Beteiligten der Vorstellung des
achten Bandes der vom Heimatbund herausgegebenen „Blauen Reihe" waren sich
gestern einig: Mit „Um 't Buurnhuus ümtau — Ut fräuher Tieden"
ist Alfons Niemöller (69) aus Visbek eine kulturhistorisch ebenso
interessante wie wertvolle Beschreibung des Alltagslebens auf einem Bauernhofgelungen,
wie es noch bis zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts weithin in unserer
Region stattfand.
Das in Plattdeutsch verfasste Heft biete reichhaltige Lesehilfen für
„Hochdeutsche" und die Gegenüberstellung der Begriffe in beiden Sprachen
aus der Welt des Bauernhofes vertiefe das Verständnis für das
Niederdeutsche, sagte Heinrich Havermann, der Geschäftsführer
des Heimatbundes für das Oldenburger Münsterland. Er wies darauf
hin, dass Professor Dr. Helmut Ottenjann an der Ausgestaltung des Bandes
maßgeblich mitgewirkt habe.
Dr. Uwe Meiners, Nachfolger von Ottenjann als Leiter des Museumsdorfes,
sieht eine Rückgewinnung des Plattdeutschen in das Bewusstsein und
eine Stärkung dieser Sprache durch die Regionalisierung innerhalb
der Europäischen Gemeinschaft. So gesehen passe das Buch gut in die
aktuelle Zeit.
Mit „Um 't Buurnhuus ümtau" habe sich Alfons Niemöller um
eine Synthese bemüht, die sicherlich auf großes Interesse stoßen
werde. Denn in gut verständlichen Sachbeiträgen und in unterhaltsamen
Erzählungen berichte der Autor über die Landarbeit, den Umgang
mit dem Vieh, die Arbeit auf der Diele und in der Küche sowie über
die Anforderungen an die Erwachsenen und die Spiele der Kinder.
Niemöller berichtete, die Idee und viele Anregungen zu seinem
Buch seien ihm im Museumsdorf gekommen.