Beschreibung des Oldenburger Münsterlandes
Das Oldenburger Münsterland umfasst das Gebiet der Landkreise Cloppenburg und Vechta, eine Region mit über 600jähriger gemeinsamer Geschichte und Tradition. Bereits 1252 erwarb der Bischof von Münster die ehemalige Grafschaft Ravensberg/Vechta. Ende des 14.Jahrhunderts eroberte der münstersche Landesherr das tecklenburgische Amt Cloppenburg und gliederte es im Jahre 1400 dem Hochstift Münster ein. Damit war die staatliche Herrschaft über beide Ämter, die von da an zum „Niederstift Münster“ gehörten, in einer Hand vereinigt. 1668 erlangte der Bischof von Münster auch die kirchliche Oberhoheit über das Niederstift Münster. Durch den Reichsdeputations-Hauptschluß vom 25.02.1803 gewann der protestantische Herzog von Oldenburg die staatliche Gewalt über die Ämter Cloppenburg und Vechta. Geistlicher Oberhirte aber blieb bis heute der Bischof von Münster.

Der Begriff „Oldenburger Münsterland“ steht also für die gemeinsame Geschichte der Ämter Cloppenburg und Vechta in der Verbundenheit zum Fürstbistum Münster ab 1400 und zum Staate Oldenburg nach dem Herrschaftswechsel im Jahre 1803.
Die Fährtensuche des Historikers zur Geschichte des Namens „Oldenburger Münsterland“, dokumentiert in den Heimatbund-Jahrbüchern 1988/89, hat ergeben, daß „es vor allem das Verdienst des Heimatbundes gewesen ist, im 20.Jahrhundert den einheitlichen Sprachgebrauch „Oldenburger Münsterland“ durchgesetzt zu haben, so dass nunmehr die Landkreise Cloppenburg und Vechta auf diese Bezeichnung als Regionsbegriff und als Marken- und Imagezeichen für das südliche Oldenburg zurückgreifen konnten.
Das „Oldenburger Münsterland“ stellt eine „Einheit in der Zweiheit“ der beiden Landkreise Cloppenburg und Vechta dar. Eine solche Einheit ist gerade in einem größer werdenden Europa eine ständige Herausforderung. Neben dem Erkennen der historisch gewachsenen Bindungen und der besonderen Mentalität der Einwohner sind dafür notwendig die Besinnung auf die unverzichtbaren Werte für ein menschenwürdiges Leben, auf die Gegebenheiten der Standortlage, auf Wandlungsvorgänge in der Umwelt und auf das Gemeinwohl, was dazu beiträgt, dass Entwicklungen angestoßen werden, die dahin führen, daß der einzelne sich in seiner Umgebung angenommen und heimisch fühlt. Darin sieht der Heimatbund seine Kernaufgabe, das Oldenburger Münsterland als lebens- und liebenswerte Heimat zu gestalten und zwar so, dass alle Einwohner dort gerne leben.

  


1780

1815

1879

1933

2000
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