Wanderfahrt
am 17.Sept. 2005 nach Ostfriesland
|
Wanderfahrt in
friesische Regionen
Die
Wanderfahrt des Heimatbundes für das Oldenburger Münsterland führte bei
strahlendem Sonnenschein am vergangenen Samstag an drei ausgewählte Standorte
ausgesprochen friesischer Kultur. Schon in früher Morgenstunde standen die Teilnehmer der Fahrt vor der frisch renovierten Kapelle des ehemaligen Johanniterklosters im saterfriesischen Bokelesch. Sie lernten dort nicht nur eines der ältesten Gebäude des Oldenburger Münsterlandes kennen, sondern erhielten auch einen Eindruck von der Bedeutung der friesischen Johanniterklöster, von denen es mehr als zwanzig zwischen den Niederlanden und der Weser in Deutschland gab.
Auf der Fahrt von Leer in die Krummhörn wurde
die strahlend grüne Landschaft immer flacher, immer weiter. Hin und wieder
deuteten schwere umgepflügte Ackerschollen auf fruchtbaren Marschboden, und
großartige Bauernhäuser ließen Reichtum vermuten. Die Straße wand sich immer
wieder um Hügel, auf denen sich alte Kirchlein befanden.
Bei der Wanderung durch Greetsiel (rechts) und vor allem Rysum begegneten die Teilnehmer einem typischen Warftdorf. Sie erfuhren vom Kampf der Friesen gegen die Flut und gegen jegliche Obrigkeit, von freien Bauern und solchen, die sich zu Häuptlingen entwickelten, vom Verhältnis der protestantischen Konfessionen und der Anbindung der Reformierten an die Niederlande.
In der Dorfkirche zu Rysum wurde ein außerordentlicher Schatz entdeckt: eine über 500 Jahre alte Orgel.
Mit einer gemütlichen Teezeremonie wurde die Wanderfahrt in die Krummhörn beendet.
Bilder Eckhard Albrecht:
|