Presse Artikel

Oldenburgische Volkszeitung  
–  Oldenburger Münsterland  –  Dienstag, 27. Mai 2006


Auf Spuren des Herrscherhauses Oranien-Nassau

Heimatbund für das Oldenburger Münsterland bis Sonntag auf Bildungsreise in Holland und Belgien

Oldenburger Münsterland (ak) - Königin Wilhelmina der Niederlande lebte von 1948 bis zu ihrem Tod 1962 im Palais Het Loo bei Apeldoorn. In dieser früheren Sommerresidenz des Königshauses sind heute eine Vielzahl von Gemälden der künstlerisch begabten Herrscherin zu sehen. So finden sich auch Szenen aus dem Harz in der Gemäldesammlung - einfach deshalb, weil Hollands Königspaar in Wernigerode einmal auf der Suche nach einem Heiratspartner für ihre Tochter war.

Das eindrucksvolle Palais, heute ein Nationalmuseum der Niederlande, war am Donnerstag das erste Ziel der diesjährigen Bildungsreise des Heimatbundes für das Oldenburger Münsterland. Über 100 Heimatfreunde erlebten, bei einem Rundgang durch die weitläufigen Räumlichkeiten, wie die Könige und Königinnen aus dem Herrscherhaus Oranien-Nassau in diesen als Lust- und Jagdschloss in den Jahren 1685 bis 1692 errichteten Gebäuden lebten. Mit viel Liebe zum Detail ist auch der Garten des heute im Staatsbesitz befindlichen Palais nach den Vorlagen des 17. Jahrhunderts wieder hergerichtet worden; Wasserspiele, Skulpturen und Beete mit Ornamenten aus Buchsbaum bestimmen das Bild. In den ehemaligen Pferdesställen und Kutschenremisen (Marstall) sind heute wertvolle Kutschen und frühere Staatsautos der Königsfamilie zu bewundern.

Zur Fahrt hatte Heimatbund-Vizepräsident Hartmut Frerichs unter anderem Maria Schweinefuß aus Vechta mit ihrem Begleiter Matthias Westerhoff aus Visbek begrüßen können. Die junge Studentin hatte im vergangenen Jahr mit einer Arbeit, die sie noch als Schülerin des Antonianums anfertigte, am Wettbewerb des Offizialates in Vechta zur Seligsprechung Kardinal von Galens teilgenommen und als Preis die Mitfahrt auf der Studienfahrt gewonnen. Sie erlebt so auch die weiteren Stationen Antwerpen und Gent. Hier in Flandern lassen sich die Heimatfreunde noch bis zum Sonntag darüber informieren, wie diese Region sich im Mittelalter zu einem der wichtigsten Zentren Europas entwickeln konnte.

 Foto: Kathe
Wasserspiele und Buchsbaumhecken
bestimmen die Gartengestaltung des Palais Het Loo.
Der Garten wurde nach den Originalplanungen des 17. Jahrhunderts rekonstruiert.



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