Presse Artikel

Oldenburgische Volkszeitung  
–  Oldenburger Münsterland  –  19. Mai 2007


„Heilige Stiege“ und Bonner Märtyrer
Studienfahrt des Heimatbundes / Die drei ersten Ziele in der alten Bundeshauptstadt

   Oldenburger Münsterland (ak) - 28 Stufen führt die Heilige Treppe zur Bonner Kreuzbergkirche hinauf. Sie sind als „Heilige, Stiege" der „Scala sancta" in Rom nachgebildet und werden auch heute noch nur zu Karfreitag geöffnet. Gläubige rutschen dann auf ihren Knien die Stufen hinauf.
Etwas bequemer hatten es die gut 100 Teilnehmer der Studien­fahrt des Heimatbundes für das Oldenburger Münsterland, die am Himmelfahrtstag die Kreuz­bergkirche besichtigten. Sie konnten über Nebentreppen auf beiden Beinen der Besichtigungstour durch die Kirche folgen und erfuhren dabei, das sich vor allem der Kölner Kurfürst Clemens-August um den barocken Ausbau der wunderschönen Kirche verdient gemacht hat. Jener Clemens-August, der zeitgleich auch Bischof in Münster war und das Jagdschloss Clemenswerth errichten ließ.
Die Kreuzbergkirche war einer der ersten Besichtigungspunkte der viertägigen Fahrt, die vor allem Deutschlands älteste Stadt, Trier, und die europäische Metropole Luxemburg mit dem Europäischen Gerichtshof zum Ziel hat. Heimatbundpräsident Hartmut Frerichs begrüßte die Teilnehmer aus den Kreisen Cloppenburg und Vechta während einer Fahrtpause und dankte vor allem den Studienfahrtorganisatoren rund um Geschäftsführer Heinrich Havermann.
Das wie in jedem Jahr umfangreiche Fahrtprogramm sah für den ersten Tag neben der Kreuzbergkirche auch die Besichtigungen der interessanten Doppelkirche von Schwarzrheindorf und des Bonner Münsters vor. In Schwarzrheindorf erläuterte Heinrich Havermann den aus dem Mittelalter stammenden Bilderzyklus, mit dem die 1151 entstandene Unterkirche ausgemalt ist. Er orientiert sich an den Ezechiel-Bibel­texten rund um die Zerstörung Jerusalems.
Das Bonner Münster, die frühere Stiftskirche St. Cassius und Florentinus, stammt in den Grundzügen aus dem 11. Jahrhundert. Zu den besonderer Ausstattungsgegenständen gehören unter anderem der Schrein mit den Gebeinen der Bonner Stadtpatrone und Märtyrer Cassius und Florentinus, der aus dem 17. Jahrhundert stammende Krippenaltar des Daniel von der Leyer oder die große Statue der Heiligen Helena mit dem von ihr gefundenen Kreuz Christi. Die Fahrt des Heimatbundes endet am Sonntag. Zum Abschluss führt sie zur Klosteranlage Maria Laach.

Foto: Kathe
Im Hintergrund die Märtyrerköpfe:
Bei der Besichtigung des Bonner Münsters lernten die Heimatbund-Fahrtteilnehmer auch die überdimensionierten Skulpturen kennen, mit denen die Bonner an ihre Stadtpatrone und deren Geschichte erinnern.                                                                                                                                                             



Zurück