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„Heilige Stiege“ und Bonner Märtyrer
Studienfahrt des Heimatbundes / Die drei ersten Ziele in der alten Bundeshauptstadt
Oldenburger Münsterland (ak) - 28 Stufen führt die Heilige Treppe zur Bonner Kreuzbergkirche hinauf. Sie sind als „Heilige, Stiege" der „Scala sancta" in Rom nachgebildet und werden nur zu Karfreitag geöffnet. Gläubige rutschen dann auf ihren Knien die Stufen hinauf. Etwas bequemer hatten es die gut 100 Teilnehmer der Studienfahrt des Heimatbundes für das Oldenburger Münsterland, die am Himmelfahrtstag die Kreuzbergkirche besichtigten.
Sie
konnten über Nebentreppen auf beiden Beinen der Besichtigungstour durch die
Kirche folgen und erfuhren dabei, dass sich vor allem der Kölner Kurfürst
Clemens-August um den barocken Ausbau der wunderschönen Kirche verdient gemacht
hat. Jener Clemens-August, der zeitgleich auch Bischof in Münster war und das
Jagdschloss Clemenswerth errichten ließ. Die Kreuzbergkirche war einer der
ersten Besichtigungspunkte der viertägigen Fahrt, die vor allem Deutschlands
älteste Stadt, Trier, und die europäische Metropole Luxemburg mit dem
Europäischen Gerichtshof zum Ziel hatte.
Das wie in jedem Jahr umfangreiche Fahrtprogramm sah für den ersten Tag neben der Kreuzbergkirche auch die Besichtigungen der Doppelkirche von Schwarzrheindorf und des Bonner Münsters vor. In Schwarzrheindorf erläuterte der Geschäftsführer des Heimatbundes, Heinrich Havermann, den aus dem Mittelalter stammenden Bilderzyklus, mit dem die 1151 entstandene Unterkirche ausgemalt ist. Das Bonner Münster, die frühere Stiftskirche St. Cassius und Florentinus, stammt in den Grundzügen aus dem 11. Jahrhundert. Zu den besonderer Ausstattungsgegenständen gehören unter anderem der Schrein mit den Gebeinen der Bonner Stadtpatrone und Märtyrer Cassius und Florentinus, der aus dem 17. Jahrhundert stammende Krippenaltar des Daniel von der Leyer oder die große Statue der Heiligen Helena mit dem von ihr gefundenen Kreuz Christi.
Die Fahrt führt auch zur Klosteranlage Maria Laach.
Foto: ak
Die Märtyrerköpfe im Hintergrund: Bei der Besichtigung des Bonner Münsters lernten die Heimatbund-Fahrtteil-nehmer auch die überdimensionierten Skulpturen kennen.