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"Nordwestzeitung" vom 7. März 2005
Sprachrohr regionaler Kultur
DELEGIERTENTAG Heimatbund Oldenburger Münsterland zieht in Dinklage Bilanz
Die Diskussion um Bischof von Galen erweist sich als Hauptthema. Präsidentin
Kronlage fordert die Lösung des „Problems Schute“.
VON CHRISTOPH FLOREN
DINKLAGE - Im Zeichen des „Löwe von Münster“ genannten Kardinals Clemens August Graf von Galen (1878 - 1946) hatte der Heimatbund Oldenburger Münsterland am Sonnabend zum Delegiertentag nach Dinklage eingeladen. Zunächst begrüßte Heimatbund-Präsidentin Hildegard Kronlage die Teilnehmer zur Besichtigung der Benediktinerinnenabtei St. Scholastika Burg Dinklage. Dann standen für die mehr als 100 Gäste aus den Kreisen Cloppenburg und Vechta im benachbarten Burghotels neben einem Referat von Prof. Joachim Kuropka (Hochschule Vechta) die Regularien auf dem Programm.
Der Kuropka sprach über von Galen, dessen Seeligsprechung im Herbst ansteht, im Spiegel von Akten aus dem vatikanischen Geheimarchiv. Er ging etwa auf „die engen Kontakte“ der deutschen Bischöfe mit dem Hl. Stuhl in Rom zur Amtszeit von Galens ein. In diesem Zusammenhang zitierte der Historiker einen zeitgenössischen Oberhirten, der von Galen einen „Verteidiger der Kirche und Bischof erster Wahl“ genannt hatte.
Anschließend ging Kronlage auf Abberufung von Ursula Maria Schute als
Geschäftsführerin der Oldenburgischen Landschaft ein. Sie erklärte, „das Problem
Schute“ sei „offensiv und öffentlichkeitswirksam“ anzugehen, um handlungsfähig
zu bleiben. Dazu will sie der Landschaftsversammlung am Sonnabend, 12. März, in
Wilhelmshaven einen Fragenkatalog vorlegen.
Beim Tagesordnungspunkt Ehrungen würdigte die Präsidentin die Leistungen von Heinrich Hartung (Naturkundeausschuss), Dr. Theo Oltmann (Borsla-Vereinigung) und Walter Wendeln (Arbeitskreis Familienkunde). Für ihr im Verlauf vieler Jahre gezeigtes, herausragendes Engagement erhielten sie je eine Urkunde und eine Uhr als Ehrengabe des Heimatbundes.
Geschäftsführer
Heinrich Havermann ging im „Rechenschaftsbericht“ für 2004 und Ausblick auf 2005
beispielsweise auf die Erklärung des Heimatbundes zur Niedersächsischen
Verwaltungsreform, auf die Heimatbibliothek (Vechta) sowie auf die Studienreisen
und Wanderfahrten ein. Zudem verwies Havermann auf Veranstaltungen wie den
Münsterlandtag 2005, bei dem am 5. November die Gemeinde Molbergen als Gastgeber
fungiert.
Im laufenden Jahr geht der Heimatbund von einem Haushaltsansatz über 202.300 Euro aus (2004: Ansatz: 218.800 Euro; Ergebnis: 223 297 Euro). Darin enthalten sind beispielsweise die Kosten für das Jahrbuch und die Heimatbibliothek.
Mehr Informationen auch unter www.heimatbund-om..de
Bild 1: Für besondere Verdienste überreichte Präsidentin Hildegard Kronlage (rechts) an Walter Wendeln, Dr. Theo Oltmann und Heinrich Hartong (von links) Armbanduhren als Ehrengabe des Heimatbundes.
Bild 2: Heinrich Havermann berichtete über die Heimatbundaktivitäten. Bilder: Christoph Floren